2018, 3. Quartal

  • Do 06. Sep 2018 Buchpräsentation
    November 1918 in der österreichischen Literatur
  • Sa 08. Sep 2018 GLB bringt Kultur nach Kaisermühlen
    „Kunst zur Realität“ – Open Mic
  • Do 13. Sep 2018 Dieter Braeg über die legendäre Betriebsbesetzung
    Betriebsbesetzung – Verdrängtes Mittel gegen Arbeitsplatzraub?
  • Fr 21. Sep 2018 Buchbesprechung und Kurzfilm
    „Wilder Streik das ist Revolution“
  • Mi 26. Sep 2018 Widerständische Frauen
    Multiple Ermunterungen!
  • Do 27. Sep 2018 SELBSTVERWALTUNG EIN ERFOLGSMODELL
    Zum Prinzip und Geschichte der Selbstverwaltung in Österreich.
  • Sa 29. Sep 2018 GLB bringt Kultur nach Kaisermühlen
    „Kunst zur Realität“ – Open Mic

Donnerstag 06. September 2018, 19:00
Buchpräsentation
November 1918 in der österreichischen Literatur

zum Beginn

Samstag 08. September 2018, 19:00
GLB bringt Kultur nach Kaisermühlen
„Kunst zur Realität“ – Open Mic

Wir wollen eure kreativen Beiträge! Steigt auf die Werkl-Bühne, lest, singt, spielt, performt eure Wirklichkeit, und ja, es darf politisch sein! Erzählt, schildert, lobt, dichtet, kritisiert, erinnert euch, entwickelt Utopien. Das Private ist politisch, und die Politik, global wie auch am Arbeitsplatz, auf der Straße und im Schulhof, formt unseren Alltag.

Lasst euch zu literarischen Texten, selbstkomponierten Liedern, Kabarett oder Performances anregen.
Dialekt, Umgangssprache und Experimentell-Unzuordenbares sind herzlich willkommen!

Die Auftrittszeit soll ca. 15 Minuten betragen.

Der GLB lädt euch als Dank für euren Auftritt auf ein Getränk eurer Wahl ein.

Moderation: Johann Ernst Kröll

Anmeldung für Auftretende erbeten unter literatur@werkl.org

Eintritt: frei

Donaustadt   Gefördert vom Bezirk DONAUSTADT

zum Beginn

Donnerstag 13. September 2018, 19:00
Dieter Braeg über die legendäre Betriebsbesetzung
Betriebsbesetzung – Verdrängtes Mittel gegen Arbeitsplatzraub?

Diskussionsveranstaltung mit Kurzfilmvorführung und Buchvorstellung „Erwitte – ´Wir halten den Betrieb besetzt´“ mit Dieter Braeg (Herausgeber)

Fast am Ende des sogenannten „Roten Jahrzehnts“ wurde in einer Kleinstadt, dem westfälischen Erwitte, Gewerkschafts­geschichte geschrieben. Ein Teil der 150 Beschäftigten des dortigen Zementwerkes Seibel & Söhne – viele hatten in harter verschleißender Arbeit und bei überlangen Arbeits­zeiten das Werk nach dem Krieg wiederaufgebaut – fanden sich plötzlich auf einer Entlassungsliste. Der Unternehmer reagierte damit auf die Folgen des Preiskriegs in der Zement­industrie. Das selbstherrliche Auftreten und der respektlose Umgang des Firmenchefs Clemens Seibel mit seiner „Gefolg­schaft“ veranlasste die Arbeiter zu einem außergewöhnlichen Schritt. Sie besetzten den Betrieb.


Das war die erste Betriebsbesetzung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland. Das Buch enthält die zentralen Dokumente dieses Arbeitskampfes, der auch ein Angriff auf das alleinige Verfügungsrecht des Unternehmers über sein Kapital war.

Im Laufe dieses Konflikts wurden die Frauen der Zement­werker zu selbstbewussten Akteurinnen und begannen ihre traditionellen Rollen zu hinterfragen. „Erwitte“ löste eine Prozesslawine aus, die über ein Jahrzehnt dauerte und die Gewerkschaft IG Chemie-Papier-Keramik einen zweistelligen Millionenbetrag kostete. Ein guter Teil dieser Summe im Schadens­ersatzprozess kann auch als abschreckende Strafe für die Verlet­zung der bürgerlichen Eigentumsrechte ange­sehen werden. Dieses Urteil blieb nicht ohne Folgen für die weitere Politik der Gewerk­schaften.

Eintritt: freie Spende
zum Beginn

Freitag 21. September 2018, 19:00
Buchbesprechung und Kurzfilm
„Wilder Streik das ist Revolution“

Im August 1973 führten die Arbeiterinnen der Firma Pierburg Neuss einen „spontanen“ Arbeitskampf. Dieser Arbeitskampf war einer der ersten Streiks gegen frauen­diskriminierende Eingruppierung und Entlohnung in der Geschichte der Bundesrepublik Deutschland.
Trotz tendenziöser Berichterstattung in manchen Medien und zum Teil Falschdarstellungen im Arbeitgeberlager erfuhren die Pierburg-Frauen eine breite bundesweite Solidarität.


Als sich auch die Facharbeiter mit den streikenden Frauen solidarisierten, gingen alle Einschüchterungsversuche des Arbeitgebers ins Leere, so dass sich die Frauen mit ihrer Forderung weitgehend durchsetzen konnten.

Der Arbeitskampf der Pierburg-Frauen für gerechte Entlohnung vor mehr als 45 Jahren war der Anfang eines langen Kampfes für Lohngleichheit und Geschlechtergerechtigkeit.

Einer der „Rädelsführer“ dieses Streiks, Dieter Braeg, präsentiert seine Streikdokumentation zu diesem Arbeitskampf „Wilder Streik das ist Revolution“, erschienen im Berliner Verlag DIE BUCHMACHEREI. Dazu wird ein Kurzfilm gezeigt.

Eintritt: freie Spende
zum Beginn

Mittwoch 26. September 2018, 19:00
Widerständische Frauen
Multiple Ermunterungen!

Eine Lesung mit:

  • Helga Pregesbauer
  • Doris Nussbaumer
  • Melamar

zum Beginn

Donnerstag 27. September 2018, 19:00
SELBSTVERWALTUNG EIN ERFOLGSMODELL
Zum Prinzip und Geschichte der Selbstverwaltung in Österreich.

Vortrag vonDr. Rudi Gabriel mit anschließender Diskussion:

Selbstverwaltete Bereiche sind der Stachel im Fleisch der neoliberalen Verwertungsökonomie. Am Beispiel der Reformpläne zur AUVA werden die Interessen privater Kapitaleigner sichtbar.

Wie bekannt ist, haben die Regierungsvertreter per Regierungsprogrammm angekündigt, im Bereich der Krankenversicherung Kassenzusammenlegungen und Leistungsharmonisierungen durchzuführen. Ebenso ist geplant mit dem sog. “Sozialversicherungsstrukturänderungsgesetz” die Entscheidungsgrundlagen und Kräfteverhältnisse in den sog. Verwaltungskörpern der Selbstverwaltung kräftig umzumodeln.

Ich bin überzeugt, dass es zielführend ist, einen Überblick über das Prinzip der Selbstverwaltung zu geben und Rückschau zu halten, welche Leistungsfähigkeit diese besondere Form der österreichischen Verwaltungsstruktur unter Beweis gestellt hat.

Mit dem zu erwartenden Durchpeitschen des “Sozialversicherungsstrukturänderungsgesetz” in den kommenden Monaten ergeben sich erhebliche politische Widersprüche, die ich bei der Veranstaltung zur Debatte stellen werde.
zum Beginn

Samstag 29. September 2018, 19:00
GLB bringt Kultur nach Kaisermühlen
„Kunst zur Realität“ – Open Mic

Wir wollen eure kreativen Beiträge! Steigt auf die Werkl-Bühne, lest, singt, spielt, performt eure Wirklichkeit, und ja, es darf politisch sein! Erzählt, schildert, lobt, dichtet, kritisiert, erinnert euch, entwickelt Utopien. Das Private ist politisch, und die Politik, global wie auch am Arbeitsplatz, auf der Straße und im Schulhof, formt unseren Alltag.

Lasst euch zu literarischen Texten, selbstkomponierten Liedern, Kabarett oder Performances anregen.
Dialekt, Umgangssprache und Experimentell-Unzuordenbares sind herzlich willkommen!

Die Auftrittszeit soll ca. 15 Minuten betragen.

Der GLB lädt euch als Dank für euren Auftritt auf ein Getränk eurer Wahl ein.

Moderation: Johann Ernst Kröll

Anmeldung für Auftretende erbeten unter literatur@werkl.org

Eintritt: frei

Donaustadt   Gefördert vom Bezirk DONAUSTADT

zum Beginn