2026, 2. Quartal
- Fr 17. Apr 2026 Das 1. Wiener Lesetheater präsentiert
SCHRÄG UND SO HEITER - Fr 24. Apr 2026 PREMIERE „ZERSTÖREN, SAGT SIE “
Szenische Leseperformance
Freitag, 17. April 2026, 19:30
Das 1. Wiener Lesetheater präsentiert
SCHRÄG UND SO HEITER
Buchstäbliches von Eva Poltrona Stühlinger
Musikalisches von The Heartwarming Music Company (Martina Baumann, Claudia Fenzl, Nate Eiben)
Anka Mairose präsentiert außergewöhnliche Reiseerlebnisse, Eva Poltrona Stühlinger zeigt Gereimtheiten rund um Wortwörtliches, amüsant Missverständliches.
Begleitet werden die beiden Autorinnen von Geige, Bass und Gitarre: The Heartwarming Music Company spielt eigene Lieder, die vom Auf und Ab im Leben erzählen.
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Freitag, 24. April 2026, 19:00
PREMIERE „ZERSTÖREN, SAGT SIE “
Szenische Leseperformance
Nach Texten von Marguerite Duras, Bertolt Brecht und Paul Eluard
Im Zentrum steht die Performance nach Marguerite Duras‘ Roman „Zerstören, sagt sie“ (1969), den sie in Reaktion auf die gescheiterten revolutionären Aufstände im Jahr 1968 verfasst hat, und der die Angst und Ohnmacht, gekleidet in ein elegantes bürgerliches Milieu, auf ebenso bildgewaltige wie poetische Weise zur Sprache bringt. Der Text wird auf die Dialoge für zwei Paare konzentriert, ergänzt von einer Mistress of Ceremony, die über die Zerstörung der baskischen Stadt Guernica mitten im zweiten Weltkrieg berichtet, hinterlegt mit Diaprojektionen, die sowohl damalige als auch gegenwärtige Verwerfungen ins Bild setzen. Live-Musik des namhaften Jazzmusikers Burkhard Stangl begleitet das Geschehen. Die Haupthandlung wird von Interventionen unterbrochen, in deren Zentrum Bertolt Brechts Stück "Mann ist Mann" (1926) steht, einem grotesken "Lustspiel" über den "Umbau" von friedfertigen Menschen zu Befürwortern und Teil der Kriegsmaschinerie. Am Ende rezitiert das Ensemble aus Gedichten Paul Eluards und Reden von Brecht über den Frieden.Die Spannung der Performance entsteht aus dem Aufeinandertreffen der Scheinwelt des saturierten Bürgertums mit den Zeichen der Bedrohung, die vielfache Facetten annehmen kann – ein Resultat des Nicht/Handelns und eine Warnung vor der möglichen Katastrophe. „Zerstören, sagt sie“ offenbart die Unfähigkeit der Mitte der Gesellschaft zu Solidarität und Liebe, wo die Sehnsucht nach Nähe jederzeit in Aggressivität zu kippen droht.
Nach der Performance wird gemeinsam mit dem Publikum gegessen, getrunken und diskutiert.
Eintritt frei. Spenden erbeten.
Reservierungen unter +43 699 1 99 00 952 oder office(at)experimentaltheater.com
TEAM: Künstlerische Leitung: Eva Brenner (A/USA), Regie/Raum: Eva Brenner (A/USA), Performance: Eva Brenner, RRemi Brandner, Tanju Kamer (A), Cornelia Köndgen (D), Stephanie Waechter (A), Marta Gomez (ES), Christian Reiner (A), Musik: Burkhard Stangl (A), Dramaturgie: Gerhard Lukawetz (A), Projektkoordination: Andrea Munninger (A), Projektassistenz: Anita Wais (A), Matyas Paces (CZ), Social Media: Matyas Paces, Lesungen: Raimund Brandner (A), Eva Brenner (A), Marlene Streeruwitz (A), Videos: Miloš Vučićević (SRB), David Borja (EC), Licht/Ton: Richard Bruzek (A)
Mehr Infos unter www.sprung.wien
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