2026, 2. Quartal
- Fr 17. Apr 2026 Das 1. Wiener Lesetheater präsentiert
SCHRÄG UND SO HEITER - Fr 24. Apr 2026 PREMIERE „ZERSTÖREN, SAGT SIE “
Szenische Leseperformance - Di 12. Mai 2026 Buchvorstellung
Arbeit und Reichtum im Kapitalismus - Di 19. Mai 2026 Diskussion
Sozialversicherung - das geht uns alle an! - Fr 05. Jun 2026 Es wird scharf! Blues-Alarm:
Die Rückkehr der Easy Riders! - Fr 12. Jun 2026 Planlos in Wien
spielt planlos in Wien - So 21. Jun 2026 Auflösungen
Lesung Marlene Streeruwitz
Freitag, 17. April 2026, 19:30
Das 1. Wiener Lesetheater präsentiert
SCHRÄG UND SO HEITER
Buchstäbliches von Eva Poltrona Stühlinger
Musikalisches von The Heartwarming Music Company (Martina Baumann, Claudia Fenzl, Nate Eiben)
Anka Mairose präsentiert außergewöhnliche Reiseerlebnisse, Eva Poltrona Stühlinger zeigt Gereimtheiten rund um Wortwörtliches, amüsant Missverständliches.
Begleitet werden die beiden Autorinnen von Geige, Bass und Gitarre: The Heartwarming Music Company spielt eigene Lieder, die vom Auf und Ab im Leben erzählen.
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Freitag, 24. April 2026, 19:00
PREMIERE „ZERSTÖREN, SAGT SIE “
Szenische Leseperformance
Nach Texten von Marguerite Duras, Bertolt Brecht und Paul Eluard
Im Zentrum steht die Performance nach Marguerite Duras‘ Roman „Zerstören, sagt sie“ (1969), den sie in Reaktion auf die gescheiterten revolutionären Aufstände im Jahr 1968 verfasst hat, und der die Angst und Ohnmacht, gekleidet in ein elegantes bürgerliches Milieu, auf ebenso bildgewaltige wie poetische Weise zur Sprache bringt. Der Text wird auf die Dialoge für zwei Paare konzentriert, ergänzt von einer Mistress of Ceremony, die über die Zerstörung der baskischen Stadt Guernica mitten im zweiten Weltkrieg berichtet, hinterlegt mit Diaprojektionen, die sowohl damalige als auch gegenwärtige Verwerfungen ins Bild setzen. Live-Musik des namhaften Jazzmusikers Burkhard Stangl begleitet das Geschehen. Die Haupthandlung wird von Interventionen unterbrochen, in deren Zentrum Bertolt Brechts Stück "Mann ist Mann" (1926) steht, einem grotesken "Lustspiel" über den "Umbau" von friedfertigen Menschen zu Befürwortern und Teil der Kriegsmaschinerie. Am Ende rezitiert das Ensemble aus Gedichten Paul Eluards und Reden von Brecht über den Frieden.Die Spannung der Performance entsteht aus dem Aufeinandertreffen der Scheinwelt des saturierten Bürgertums mit den Zeichen der Bedrohung, die vielfache Facetten annehmen kann – ein Resultat des Nicht/Handelns und eine Warnung vor der möglichen Katastrophe. „Zerstören, sagt sie“ offenbart die Unfähigkeit der Mitte der Gesellschaft zu Solidarität und Liebe, wo die Sehnsucht nach Nähe jederzeit in Aggressivität zu kippen droht.
Nach der Performance wird gemeinsam mit dem Publikum gegessen, getrunken und diskutiert.
Eintritt frei. Spenden erbeten.
Reservierungen unter +43 699 1 99 00 952 oder office(at)experimentaltheater.com
TEAM: Künstlerische Leitung: Eva Brenner (A/USA), Regie/Raum: Eva Brenner (A/USA), Performance: Eva Brenner, RRemi Brandner, Tanju Kamer (A), Cornelia Köndgen (D), Stephanie Waechter (A), Marta Gomez (ES), Christian Reiner (A), Musik: Burkhard Stangl (A), Dramaturgie: Gerhard Lukawetz (A), Projektkoordination: Andrea Munninger (A), Projektassistenz: Anita Wais (A), Matyas Paces (CZ), Social Media: Matyas Paces, Lesungen: Raimund Brandner (A), Eva Brenner (A), Marlene Streeruwitz (A), Videos: Miloš Vučićević (SRB), David Borja (EC), Licht/Ton: Richard Bruzek (A)
Mehr Infos unter www.sprung.wien
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Dienstag, 12. Mai 2026, 19:00
Buchvorstellung
Arbeit und Reichtum im Kapitalismus
Ein Veranstaltung der Gegenpositionen
Dass man mit Arbeit keinen Reichtum anhäufen kann, gehört zum marktwirtschaftlichen Erfahrungsschatz. Zumindest nicht mit der eigenen Arbeit eigenen Reichtum. Denn mit anderer Leute Arbeit reich zu werden, ist in der Marktwirtschaft das Normalste von der Welt: Automobilunternehmen, Lieferdienste, Smartphone-Kapitale häufen gigantische Umsätze und Gewinne sogar im 11-stelligen Bereich jährlich an mit dem Verkauf von Produkten der Arbeit von Dienstkräften, die man in gewisser Verdrehung der Tatsachen „Arbeitnehmer“ nennt, obwohl die doch ihre Arbeit, Lebenszeit und Lebenskraft im Prozess der Erstellung der Dinge und Dienstleistungen hergeben. Die gehören dann denjenigen, die seltsamerweise „Arbeitgeber“ genannt werden.Dieses Prinzip sorgt laut Marx aufs gesellschaftliche Ganze gesehen für eine „ungeheure Warensammlung“. Für die lässt sich die Marktwirtschaft gerne feiern. In Sachen Verherrlichung des Kapitalismus gibt’s ja auch viel zu tun. Denn die von ihren Fans über den grünen Klee gelobte Wirtschaftsweise bringt es nicht nur zu besagten Reichtümern, sondern zu allerlei Phänomenen, die es nötig machen, dass man sie als „Schattenseiten“ verharmlost, als „Probleme“ umdeutet und überhaupt als „Missstände“ von dem ökonomischen System trennt, auf das man einfach nichts kommen lassen will. Um stattdessen „Lösungen“ vorzuschlagen, die zwar praktisch keine sind, aber die unzweifelhaft ideologische Leistung erbringen, den ganzen Mist, von dem jeder weiß, dass er zum Kapitalismus gehört, als dessen Notwendigkeit zu leugnen, also Kritik an diesem Wirtschaftssystem geistig zu untersagen.
Darum gibt’s den Vortrag zum Buch, das sich der üblichen geistigen Übung verweigert, die Absurditäten der marktwirtschaftlichen Wirtschaftsweise ausgerechnet darum rational zu finden, weil sie nun einmal praktisch gelten und mit Gewalt alternativlos in Geltung gehalten werden.
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Dienstag, 19. Mai 2026, 18:30
Diskussion
Sozialversicherung - das geht uns alle an!
Sozialversicherung - das geht uns alle an!
Präsentation der Broschüre der "Zukunftswerkstatt Gesundheit" zur aktuellen Lage der Sozialversicherung - Mitbestimmung und Zukunftsperspektiven.
Rudi Gabriel, Mitautor der Broschüre diskutiert über die Analyse relevanter Versorgungssysteme sowie bestehende Lücken des Gesundheitssystems in Österreich.
Diese Initiative wird vom GLB Wien unterstützt.zum Beginn
Freitag, 05. Juni 2026, 19:00
Es wird scharf! Blues-Alarm:
Die Rückkehr der Easy Riders!
Wer dachte, heißer geht’s nicht, hat sich geirrt! Wir zünden am 5. Juni die nächste Stufe. Die Easy Riders Vienna entern das Werkl und verwandeln Kaisermühlen in ein echtes Blues-Delta.
Erlebt die volle Power von: Alwin Schönberger, Andi „Miami“ Weiss, Bruno Moebius, Claus Spechtl, Christoph Noe, Igor Metzeltin & Hans „The Buzz“ Schön.
Sieben Musiker, vier CDs im Gepäck und eine Mission: Ein Sound, bei dem kein Fuß stillbleibt. Von traditionellem Blues bis zum swingenden Boogie – wir würzen die Nacht mit ordentlich Drive!
Reservierung: Da die Hütte letztes Mal fast geplatzt ist, schreibt lieber fix an Hans Schön.
Kommt vorbei und lasst uns gemeinsam das Werkl zum Beben bringen!
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Freitag, 12. Juni 2026, 19:30
Planlos in Wien
spielt planlos in Wien

Wie komm ich in der Nacht Heim, wenn die letzte U-Bahn ausfällt? Wer ist Marie? Und warum will sie nicht auf mein Konto? Und was sag ich dir, wenn wir uns in den Öffis begegnen? ...diese und weitere hochphilosophische Fragen wird Planlos in Wien beim Konzert beantworten.
Stefan Lauer und Alina Jaud präsentieren ein modernes Wienerlied-Potpourri aus Wortwitz und kritischen Themen, Amy Parteli wird die beiden dabei gesanglich unterstützen.
Kommt vorbei - Eintritt Frei. (Wenn's euch gefällt und ihr was übrig habt wird's einen Hut geben).
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Sonntag, 21. Juni 2026, 18:00
Auflösungen
Lesung Marlene Streeruwitz
Im Rahmen des Community-Projekts gegen den Krieg
Zerstören, sagt sie. Wir überschreiten die Grenze.
veranstaltet vom Projekt Theaters/Sprung.wien
Die Autorin liest Auszüge aus ihrem Roman Auflösungen.(Fischer, 2025)
Streeruwitz gelingt es abermals, das Innenleben ihrer Hauptfigur mit den Vorgängen der Außenwelt in ein Spannungsverhältnis zu setzen. Die Heldin Nina Wagner, 56, Lyrikerin aus Wien irrt durch New York, eine Stadt, mit der sie nicht mehr viel anfangen kann. Die Autorin erzählt von Auflösungen in vielerlei Hinsicht – einige Rätsel werden gelöst, ein Sozial- und Wertesystem ist in Auflösung begriffen, die Heldin beobachtet das Elend in den Straßen, sie begegnet der "Sprache der Mächtigen", die sich selbst aufzulösen droht. Die typisch stakkato-artige Erzählweise, die Streeruwitz‘ Bericht punktiert, gibt Auskunft über prekäre Diskurse und Phänomene unserer Zeit: Die Anklage gegen Trump, den Zerfall einer Kultur, Armut, Kapitalismus, toxische Männlichkeit, Aids.
Marlene Streeruwitz, eine der politisch engagiertesten deutschsprachigen Gegenwartsautorinnen, verfasste zunächst Hörspiele und Theaterstücke. 1996 erschien ihr erster Roman „Verführungen", dem bis heute siebzehn weitere folgten, zuletzt „Auflösungen“ (2025). Weitere Veröffentlichungen: Tübinger und Frankfurter Poetikvorlesungen und zahlreiche Essays zu feministischen und anderen Themen wie Covid-19, „Handbuch gegen den Krieg“ (2022) und „Handbuch für die Liebe“. (2023). Interviews in profil, Standard und Wiener Zeitung u.a.
Marlene Streeruwitz hat in ihrem Denken und Schreiben den Grat zwischen Psychose und Patriarchat, Politik und Privat, Verlieren und Gewinnen, Vergangenheit und Gegenwart, Krieg und Frieden nie verlassen.
Freier Eintritt, Spende ist willkommen
Vorreservierung unter: 0699 19900952 oder office@experimentaltheater.com
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